Offener Brief: Bauvorhaben Petrikirche

 Bürgerinitiative Baumschutz Braunschweig

 c/o Umweltzentrum Braunschweig e. V.

 Hagenbrücke 1/2, 38100 Braunschweig

 bi-baumschutz-braunschweig@gmx.de

 

 

 An die

 Gemeinde St. Petri

 Frau Pfarrerin Geyer-Knüppel und

 Frau KV-Vorsitzende Borrmann

 Lange Straße 33

 38100 Braunschweig

 

 Offener Brief: Bauvorhaben St. Petri

 

Braunschweig, 9. Dezember 2018

Sehr geehrte Frau Pfarrerin Geyer-Knüppel,
sehr geehrte Frau KV-Vorsitzende Borrmann, sehr geehrte Damen und Herren,


Ihre Gemeinde plant die Bebauung der Freifläche zwischen Ihrer Kirche und dem Neubau der Braunschweiger Zeitung.

Dies hat direkte Auswirkungen auf das Stadtklima; im Sommer ist eine Überhitzung um bis zu 7°C zu befürchten. Jede weitere Verdichtung wirkt sich negativ aus.*

 

Davon abgesehen wünschen wir, die Bürgerinitiative Baumschutz Braunschweig, uns natürlich

- den Erhalt der sechs wertvollen alten Bäume auf der Freifläche
- den Erhalt der Fläche grün und unversiegelt
- die Lange Straße nicht noch mehr zur Straßenschlucht zu machen (Luftzirkulation)
- den freien Blick an dieser Stelle nicht mit Gebäuden zu verstellen
- den Blick auf Ihre schöne alte Kirche nicht einzuschränken
- und nicht zuletzt die Abkürzung über die Wiese für den Fuß- und Radverkehr zu erhalten.

Bitte sehen Sie von diesem Bauvorhaben ab!

Gerade Christinnen und Christen und andere Gläubige sind der Bewahrung der Schöpfung besonders verpflichtet.

 

Inzwischen lesen wir alle paar Wochen verschiedene UN-Klimaberichte mit dem Inhalt, dass wir Menschen dabei sind, innerhalb der nächsten zwei bis fünf Generationen die Lebensbedingungen für alle Lebewesen auf unserer Erde komplett zu zerstören. Die Erde kann in ein paar hundert Millionen Jahren neues Leben hervorbringen, aber wir Menschen und Tiere sind dann ausgestorben. Wir haben nur noch zwölf Jahre Zeit, dem entgegen zu wirken!
Dafür brauchen wir - jetzt - jeden Baum, besonders die großen alten Bäume und auch viele neue, denn diese bauen das CO2 ab und produzieren unsere Atemluft.

Natürlich wirkt sich beispielsweise die Zerstörung der Regenwälder quantitativ wesentlich gravierender auf das Klima aus als das Fällen von sechs Bäumen in Braunschweig für ein Wohnhaus, aber wie heißt es frei nach Johann Wolfgang von Goethe: ein jeder kehre zuerst vor seiner eigenen Türe!

Mit hoffnungsvollen freundlichen Grüßen
Sabine Sambou und
Edmund Schultz

 

* Quelle zum Beispiel:

 

https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/klima/mitteilungen.msg-id-73109.html

 

(aktuelle Veröffentlichung des Bundesamtes für Umwelt der Schweiz).

 

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