Bürgerinitiative Baumschutz Braunschweig

Mehr Bäume für Braunschweig und überall

Wer wir sind und was wir wollen

 

Wir sind ein unabhängiger Zusammenschluss von Braunschweiger BürgerInnen, die sich für den Schutz und Erhalt der Bäume in und um Braunschweig einsetzen.

 

In den letzten Jahren hat Braunschweig aufgrund rücksichtsloser Fäll- und Kappungsmaßnahmen eine große Anzahl wertvoller Stadtbäume und Büsche verloren. Auch Grünflächen und Parkanlagen verschwinden immer häufiger und werden überbaut und teilweise versiegelt. Das bedeutet auch einen großen Verlust an Lebensqualität, den wir nicht länger hinnehmen wollen.

 

Wir fordern :

  • keine weiteren sinnlosen Abholzungen in und um Braunschweig

  • sofortige Ersatzpflanzungen für bereits gefällte Bäume in Braunschweig

  • Bauprojekte und Verkehrsplanungen müssen den möglichst weitgehenden Erhalt von Busch- und Baumbestand mit einbeziehen

  • Einführung einer Baumschutzsatzung, die einen wirksamen, wirklichen Schutz von Bäumen garantiert

  • Frühzeitige Einbeziehung von Anliegern, Umweltverbänden und der BI Baumschutz bei Fällabsichten

  • Fachgerechte und schonende Baum- und Gehölzpflege – keine rücksichtslosen und baumschädigenden Kappungen und Rückschnitte

  • Keine weiteren unnötigen Baumfällungen auf den Grundstücken der Baugesellschaften

  • Erhalt von Wäldern, Parks, Grünflächen und Gartenanlagen

  • Neupflanzungen mit ökologisch wertvollen einheimischen Bäumen und Sträuchern

  • Sensibilisierung von Hauseigentümern und Unternehmen für einen schonenden Umgang mit Bäumen und Gehölzen

  • Wertschätzung von Bäumen als (Mit)Lebewesen

 

Die Bedeutung von Stadtbäumen

 

Bäume sind wegen der Vielfalt ihrer ökologischen Funktionen unverzichtbar. Eine 100 Jahre alte Rotbuche zum Beispiel, die etwa 20 Meter hoch ist, verarbeitet 9.400 Liter Kohlendioxid an einem Sonnentag (Ausstoß von zwei durchschnittlichen Einfamilienhäusern) und bindet mehr als 100 Kilogramm Staub im Jahr. Ein Stadtbaum ist in der Lage, an einem Sommertag bis zu 400 Liter zu verdunsten und damit seine direkte Umgebung um einige Grad abzukühlen. Gerade in Zeiten des Klimawandels und sich aufheizender Städte ist dies von großer Bedeutung.

 

Bäume können je nach Gehölzart und –dichte bis zu 12 dBa Lärm mindern. Das ist abhängig von der Blattgröße und der Belaubungsdichte. Voraussetzung für einen optimalen Lärmschutz ist neben einem entsprechenden Aufbau der Pflanzung gesundes, volles Laub und eine ungestörte Baumkrone.

 

Bäume sorgen nicht nur durch ihre Krone und ihren Stamm, sondern auch durch ihre Blüten, ihre Borke, ihren Duft und ihre Früchte für ein ästhetisches Gesamterlebnis. Das Farbenspiel des Laubes im Jahresrhythmus, das Spiel der Blätter in Licht und Schatten lässt uns des zeitlichen Ablauf sinnlich erfahren und schenken uns alleine oder im Zusammenhang mit Gebäuden Inseln der Ruhe und Schönheit in der Hektik des Alltags.

 

Bäume sind Lebensraum für Tiere und sogar für andere Pflanzen. Zahlreiche Insekten, Vögel, Fledermäuse, Eichhörnchen und andere Kleinsäuger finden hier Nahrung und Schutz.

 

Den besten Lebensraum für zahlreiche einheimische Tier- und Pflanzenarten bieten einheimische Gehölzarten, die der natürlichen Vegetation am ehesten entsprechen. Und selbst Totholz an Bäumen ist ein wichtiger Lebensraum für viele teils geschützte Tierarten.

 

Ganz besonders wertvoll sind große, alte einheimische Bäume mit großer Baumkrone.

 

Was können wir tun?

  • Sammeln von Unterschriften für unsere Forderungen und Uberreichen an den Rat der Stadt

  • Infotische in der Stadt, auf Stadtfesten etc.

  • Fotodokumentation besonders rücksichtsloser Fäll- und Kappungsmaßnahmen, Veröffentlichung in der Presse, im Netz, auf Infotafeln

  • Nachpflanzungen einfordern und Realisierung beobachten

  • Infoveranstaltungen, z.B. mit prominenten Baumschützern (Peter Wohld?), Filmveranstaltungen

  • Vernetzung und Zusammenarbeit mit Baumschutzinitiativen in anderen Gruppen (BUND, NABU, …) und aus anderen Städten

  • Informieren bei geplanten Fällungen vor Ort (Infotische, Unterschriftenlisten, Baumaugen...)

  • Schaffung eines Netzwerkes, um bei geplanten Fällungen eingreifen zu können

  • Sammeln von Informationen auch über kontroverse Argumente der „Baumgegner“, z.B. über Gebäude- und Kanalschäden durch Bäume, Baumkrankheiten, nachzupflanzende Baumarten etc.

  • Nachfragen und Beschwerden bei Ratsmitgliedern und zuständigen Ämtern.

 

Bäume sorgen für Sauerstoff, filtern Feinstaub aus der Luft, sorgen für ein angenehmes Klima, strukturieren den Raum - und machen glücklich!