Nächstes Treffen der BI Baumschutz:

Donnerstag, 05.07.2018 um 19 Uhr im Umweltzentrum, Hagenbrücke 1/2, 38100 Braunschweig . Eingang ist über Reichstr. !

Wir freuen uns über neue Ideen und neue (und alte) aktive BaumschützerInnen!


Jasperallee - bitte Online-Petition verbreiten!

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Abreißzettel: Jasperallee Bäume retten (mit QR-Code zur Petition)
Eine PDF zum ausdrucken und aufhängen - an schwarzen Brettern in Läden, Hausfluren, Uni ect. Mit QR-Code zu unserer Petition! Bitte verbreitet die Petition weiter. Wir brauchen so viele UnterstützerInnen wie möglich.
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Jasperallee - Bäume retten!

Endlich online: Unsere Petition für die Bäume der Jasperallee

 

https://weact.campact.de/petitions/jasperallee-baume-retten-in-braunschweig

 

Bitte unterschreiben und teilen.. und teilen... und teilen!

 

Bisher haben über 8500 Menschen die Petition für die Bäume unterschrieben... und es werden laufend mehr!

Oben: So könnte die Jasperallee schon im Herbst aussehen... Unten: Jasperallee mit Blätterdach heute... und mit jungen Linden nach Fällung der alten Bäume
Oben: So könnte die Jasperallee schon im Herbst aussehen... Unten: Jasperallee mit Blätterdach heute... und mit jungen Linden nach Fällung der alten Bäume

Schon in diesem Herbst könnte damit begonnen werden, alle 86 Ahornbäume auf dem Mittelstreifen der Jasperallee zu fällen. Die Verwaltung möchte dort aus historischen Gründen stattdessen junge Linden pflanzen.
Wir wollen die vorhandenen alten  Bäume retten! Kein wertvoller, großer Baum sollte gefällt werden, wenn dies nicht etwa aus Verkehrssicherungsgründen  unumgänglich ist. Stattdessen schlagen wir vor, die bereits entstandenen Baumlücken neu zu bepflanzen - gerne auch mit Linden -  und den Baumbestand auf diese Weise sanft nach und nach zu erneuern.


Wir haben eine Meinungsumfrage erstellt. Unterschrieben werden kann für eine der drei Varianten:

  • Ahornbäume erhalten statt fällen, alle 23 bereits vorhandene Lücken umgehend nachbepflanzen (z.B. mit jungen Linden und Büschen drumherum). Falls ein Baum aus Verkehrssicherungsgründen gefällt werden muss, sofort nachpflanzen (z.B. mit Linden). (Vorschlag BI)
  • nichts tun, Lücken größer werden lassen (Vorschlag Stadt)
  • alle Bäume zwischen Theater und Museum fällen und junge Linden pflanzen (bevorzugte Variante Stadt).

Dies sind auch die Varianten, über die der Rat ursprünglich im September abstimmen sollte.

 

In den letzten Tagen hatte sich auf einmal ein anderes Bild abgezeichnet. Nun war seitens der Verwaltung nur noch von einem einzigen Vorschlag die Rede - nämlich der Variante "alle Bäume fällen und junge Linden pflanzen", die dem Rat vorgelegt werden soll. 

Dazu kam die Entscheidung des Bezirksrats Ost (außer BIBS und Grüne), noch nicht einmal eine öffentliche Informationsveranstaltung durchzuführen. 

Zur Zeit gibt es widersprüchliche Informationen, wie das weitere Vorgehen geplant ist, sicherlich auch dank des großen öffentlichen Interesses. 

 

Wir sammeln jedoch mindestens bis Ende Juli weiter Unterschriften auf der Meinungsumfrage (Papierlisten)! 

Die Listen liegen z.B. in Bioläden, Kneipen, der Kaufbar, dem Umweltzentrum aus. Volle Listen können im Umweltzentrum (Hagenbrücke 1/2, 38100 Braunschweig) abgegeben oder dorthin geschickt werden.

 

Parallel dazu, aber unabhängig davon  läuft unsere Online-Petitionhttps://weact.campact.de/petitions/jasperallee-baume-retten-in-braunschweig  Bitte unterschreibt auch hier und verbreitet die Petition!

 

Argumente:

das sagt die Verwaltung... und das sagen wir!

(leider nicht auf allen Mobilgeräten sichtbar, besser am PC)


Presseerklärung: Jasperallee-Bäume – weder Verkehrsgefährdung noch besondere Gefahr!

BI Baumschutz versendet Urlaubslektüre an Stadtratsmitglieder

Die Aussage des ehemaligen Försters Karl-Friedrich Weber zur Diskussion um die Bäume in der Jasperallee: "

Ich habe mir auf Bitten der Bürgerinitiative Baumschutz Braunschweig die Allee vor Ort angesehen. Kein einziger Baum ist eine Verkehrsgefährdung oder könnte ein potenzielle besondere Gefahr sein.“

 

Eine Einwohneranfrage im Stadtrat dazu, ob es eine „signifikante Häufung von Unfällen oder Schäden durch die 56 Silberahorne auf der Jasperallee gab“ wurde am 12.06.18 von der Stadtverwaltung verneint. In der öffentliche Mitteilung Nr. 18-08464 der Stadtverwaltung vom 13.06.2018 heißt es: „Bei der Hälfte der noch verbliebenen Silberahorne sind umfangreiche Schädigungen zu diagnostizieren.“ Dazu schreibt die BI Baumschutz: „Das sind nur 28 von 86 Bäumen – also kein Grund, gut die dreifache Anzahl an Bäumen zu fällen! Laut Baumkataster sind sogar nur 23 Bäume "stark geschädigt", also nochmal fünf weniger als an dieser Stelle von der Stadt angegeben.“

 

Baumschützerin Sabine Sambou fragt rhetorisch: „Sieht man in das öffentliche Baumkataster, so findet man, dass die meisten Bäume in Braunschweig als mehr oder weniger „geschädigt“ eingestuft sind. Will die Stadtverwaltung hier den gleichen Maßstab anlegen wie in der Jasperallee und alle Bäume in Braunschweig fällen?“

 

„In einer Stadt zu leben ist für Bäume sehr stressig. Trotzdem schenken uns die Bäume, auch die, denen es nicht gut geht, oft noch viele Jahrzehnte ihre sogenannte 'Wohlfahrtswirkung'. Wer die Jasperallee entlang spaziert, spürt schnell, wie wohltuend die Wirkung der angeblich kranken Bäume ist. Es stören einzig und allein die 29 Lücken, die die Stadt nicht wieder bepflanzt hat. Wir plädieren hier für das sofortige Nachpflanzen von 29 kleinen Linden mit schützenden Büschen um die Stämme“ ergänzt Ilona Meschke.

 

Die o. g. Argumente sind Auszüge aus einer Gegenüberstellung der Veröffentlichung der Stadtverwaltung und den Argumenten der BI Baumschutz. Diese wurde den Mitgliedern des Stadtrates jetzt quasi als „Urlaubslektüre“ übersendet. Baumschützer Edmund Schultz hofft, damit den Stadtrat zu einer Entscheidung für eine „sanfte Umwandlung“ der Jasperallee in eine Lindenallee überzeugen zu können und meint: „wir sind sicher, dass wir damit jedes Argument der Stadtverwaltung ausreichend entkräftet oder widerlegt haben!“ Die detaillierte Argumentation mit Quellenangaben und ausführlichen Begründungen ist öffentlich einsehbar unter bi-baumschutz-braunschweig.jimdo.com. 

Braunschweig, 26.06.018

überarbeitet 29.06.2018


Wir haben die Jasperallee auf der  Ratssitzung am 13.06.2018 in der Einwohnerfragestunde  zum Thema gemacht! Außerdem haben wir Herrn OB Markurth die ersten 1000 Unterschriften der Meinungsumfrage für die Rettung der Bäume übergeben!

 

Braunschweig, 10.06.2018

 Pressemitteilung

  

BI Baumschutz will Kahlschlag in der Jasperallee verhindern

 Einwohneranfragen im Stadtrat, Unterschriftensammlung und Online-Petition

  

Die BI Baumschutz ist entsetzt über die angekündigte Kursänderung der Stadtverwaltung, die geplanten Baumfällungen an den Bürgerinnen und Bürgern und am Stadtrat vorbei durchzusetzen.

 

Deshalb wollen in der BI Baumschutz aktive Bürger/innen und andere Baumschützer/innen am kommenden Dienstag dazu Einwohneranfragen im Stadtrat stellen.

 

 „Wir wollen so die Öffentlichkeit und die gewählten Volksvertreter/innen für das Thema sensibilisieren und mit unseren Argumenten und der Haltung der Stadtverwaltung bekannt machen.“, so Baumschützerin Sabine Sambou, und „Wir hoffen darauf, dass der Stadtrat den Alleingang der Stadtverwaltung dann noch aufhalten wird.“

 

Mit einem „Mangel an Demokratie in der Entscheidungsfindung“ beschäftigt sich die Frage von Baumschützer Edmund Schultz:

 

 „Entgegen der Aussage der Stadtverwaltung gegenüber der Braunschweiger Zeitung am 16.02.2018 und gegenüber der BI Baumschutz am 19.03.2018 will die Stadtverwaltung jetzt plötzlich weder eine Bürgerinformationsveranstaltung noch eine Abstimmung im Stadtrat über verschiedene mögliche Varianten zur Gestaltung der Jasperallee durchführen. Stattdessen will sie nur den Grünflächenausschuss über ihre Pläne informieren. Die Bürgerinnen und Bürger sollen gar nicht gefragt werden. Was ist der Grund für diesen plötzlichen Sinneswandel und warum sollen nicht die Bürger/innen oder wenigstens ihre gewählten Vertreter/innen über diese bedeutende Gestaltungsmaßnahme in ihrer Stadt entscheiden dürfen?“

 

Für Baumschützerin Ulrike Rothbarth ist der Klimaschutz von großer Bedeutung:

 

  • Die heutigen Stadtbäume haben nur noch eine ca. 50-prozentige Lebenserwartung aufgrund vorzeitiger Alterung durch Belastungen wie Bodenkontamination (z. B. Streusalz), Verdichtung und Versiegelung der Böden, starken Trocken- und Kältestresses, Nährstoffmangel, eingeschränkte Wurzelräume etc. Das bedeutet, dass Bäume mit Zukunftseignung für den Klimawandel auszusuchen sind.
    Nach wie vor gehören Ahornarten zu den gut bestehenden Bäumen. Bei Linden gibt es aber seit 2006 ein durch einen Pilz (Stigmina pulminata) hervorgerufenes Triebsterben.
    Daher meine Frage: Sind Linden im Sinne von Zukunftstauglichkeit noch geeignet - oder sind Ergänzungen durch stresstolerantere Arten (denn Ahörner stehen schon da) für ein nachhaltiges Stadtklima sinnvoller?“

 

  Andere Baumschützer/innen beschäftigen Fragen nach der biologischen und sozialen Bedeutung der Bäume für Stadt, Mensch und Tier:

 

  • In der Jasperallee Theater bis Ring sind nur 56 von 86 Bäumen Silberahorne, von denen wiederum nur ein Bruchteil 65 Jahre alt ist (die anderen sind jünger).
    Diese wenigen Bäume werden aber als Begründung dafür herangezogen, dass alle 86 Bäume gefällt werden müssten. Gibt es tatsächlich eine signifikante Häufung von Unfällen oder Schäden durch diese Silberahorne?“

  • Wenn die 65-jährigen Silberahorne auf der Jasperallee aufgrund ihres Alters und stadttypisch durchschnittlich schlechten Gesundheitszustandes gefällt werden sollen, muss dieses folgerichtig auch für alle anderen vergleichbaren Silberahorne in Braunschweig gelten. Wann wird die Stadtverwaltung diese fällen, oder wenn nicht, warum sollen die einen mit dieser Begründung gefällt werden und die anderen nicht?“

  • Der Plan der Stadtverwaltung sieht vor, nach Fällung der Ahorne besonders große Linden von sechs Meter Höhe zu pflanzen für 390.000 € Gesamtkosten.
    Ich habe in der Fachliteratur gelesen und von Fachleuten bestätigt bekommen, dass derart große Bäume schlecht anwachsen und später auch eine deutlich schlechtere Standfestigkeit aufweisen als kleine Bäume, die auch wesentlich günstiger sind. Die großen Baumschulbäume werden jährlich hochgehoben und an den Wurzeln beschnitten, während bei kleinen Bäumen das Verhältnis von Stammlänge zu Wurzelballengröße viel günstiger ist. Dadurch können diese den Wachstumsvorsprung in etwa fünf Jahren einholen und sind dabei gesünder, standfester und erheblich günstiger.
    Vor diesem Hintergrund meiner Frage: warum pflanzt die Stadtverwaltung nicht einfach kleine Linden in die 29 vorhandenen Lücken?“

  • Wenn die Stadtverwaltung die 86 Bäume auf der Jasperallee fällen würde - warum und wie lange müßten die Bürgerinnen und Bürger die Wohlfahrtswirkung des aktuellen Baumbestandes entbehren, bis nachgepflanzte Bäume in Höhe, Größe und Wohlfahrtswirkung die bisherigen Bäume eingeholt hätten?“

  • Bienen sind aktuell hochgradig gefährdet. Ihr Schutz ist für die Menschheit überlebenswichtig, auch in den Städten. Silberahorn gilt als "Bienenbaum", da er besonders früh im Jahr blüht, wenn es noch kaum Nahrung für sie gibt. Außerdem bildet er besonders reichhaltig Nektar. Linden gelten ebenfalls als Nektarlieferanten und blühen besonders spät. Linden und Silberahorn zusammen ergänzen sich also für die Bienen hervorragend! Warum ist die Stadtverwaltung nicht bereit, vor diesem Hintergrund in der Jasperallee beide Baumsorten nebeneinander zu akzeptieren?“

   Weitere Baumschützer/innen hinterfragen kritisch die „historischen Gründe“ der Stadtverwaltung für den geplanten „Austausch“ der Bäume:

 

Das Denkmalschutzdokument Datenblatt 101000.00958 über die Jasperallee erwähnt keine bestimmte Baumsorte, nicht einmal das Wort "Baum". Allein das Wort "Mittelallee" lässt den Rückschluss zu, das der Denkmalschutz überhaupt etwas mit Bäumen zu tun hat. Recherchiert man den Begriff "Allee" oder fragt Fachleute, so trifft man überwiegend auf die Ansicht, dass Alleebäume weder von derselben Sorte sein müssen, noch dasselbe Alter haben sollten. Im Gegenteil, aus biologischer Sicht ist eine gemischte Allee die bessere Wahl. Vor diesem Hintergrund frage ich: warum lässt die Stadtverwaltung in einer bestehenden gesunden Allee in bedeutender zentraler Lage über fünf Jahre lang Lücken entstehen und plant, alle Bäume mit riesigem Steuermittelaufwand zu zerstören, nur für eine andere Baumsorte?“

  • Welchen Grund hat die Stadtverwaltung, sich in der Gestaltung der Jasperallee ausgerechnet auf die undemokratische und unsoziale Kaiserzeit zu beziehen, also auf 1897?“

  • Als Vorbild für die Neugestaltung der Jasperallee wird von der Stadtverwaltung die historische Allee "Unter den Linden" in Berlin genannt. Diese wurde 1647 mit 1000 Linden und 1000 Walnussbäumen angelegt. Um 1770 wurde sie als eine mit Linden, Kastanien, Ebereschen und Ahorn gesäumte Allee beschrieben. Sie bestand bzw. besteht aus Bäumen verschiedenen Alters. 1936 haben die Nationalsozialisten sie erstmals einheitlich mit Silberlinden bepflanzt, was aber nur zehn Jahre so blieb.
    Wie will die Stadtverwaltung das historische Vorbild nachahmen, wenn sie stattdessen nur Linden gleichen Alters pflanzen will, oder ist es geplant, die Jasperallee genauso zu gestalten, wie 1936 die Nationalsozialisten die Straße "Unter den Linden" in Berlin?“

  • In einem Gespräch zwischen Mitgliedern der BI Baumschutz und leitenden Angestellten der Stadtverwaltung wurde erwähnt, dass es einen Hinweis von einer Person gegeben habe, der dazu geführt hat, dass die Stadtverwaltung 86 Bäume in der Jasperallee vernichten und durch Linden ersetzen will. Wer ist diese Person und warum wurde das nicht öffentlich gemacht?“

  Besorgt in die Zukunft blickend möchte eine Anwohnerin aus dem anderen Teil der Jasperallee wissen:

 „In der Jasperallee außerhalb des Ringes stehen Platanen, Schwarzblättriger Ahorn und Stiel-Eichen. Wird es auch für diese einen Nachpflanzungsstopp geben und später eine Komplettzerstörung zugunsten von Linden?“

  

Neben diesen Einwohneranfragen im Stadtrat führt die BI Baumschutz eine Unterschriftensammlung durch, bei der die Bürger/innen sich für eine der drei ursprünglich zur Abstimmung im Stadtrat vorgesehenen Varianten entscheiden können. Diese Liste liegt an vielen Orten in ganz Braunschweig aus.

 

Die ersten 1000 Unterschriften aus dieser Sammlung FÜR den Erhalt der Bäume und sofortige Nachpflanzungen von Linden in die 29 Lücken (das ist der Vorschlag der BI Baumschutz) sollen am Dienstag im Stadtrat an Herrn Oberbürgermeister Ulrich Markurth übergeben werden.

 

  Unter der Adresse „weact.campact.de/p/jasperallee“ hat die BI Baumschutz außerdem eine Online-Petition gestartet. „Bereits in den ersten vier Tagen haben sich dort 3.500 Personen für den Vorschlag der BI ausgesprochen, obwohl die Petition bisher noch gar nicht richtig beworben wurde!“ freut sich Baumschützer Edmund Schultz.


Pressemitteilung Frühjahr 2018: Bäume an der Jasperallee retten!

Die Bürgerinitiative Baumschutz Braunschweig ist entsetzt über die Ankündigung der Stadtverwaltung, 87 vorwiegend große Bäume auf der Jasperallee fällen zu wollen.

 

Wir werden alles daran setzen, diese Bäume zu retten“ so Edmund Schultz von der BI Baumschutz. „Angesichts der weit über 1000 Bäume, die wir durch Orkan Xavier verloren haben, der 800 verlorenen Bäume in den Stadtaußenbezirken, die unter dem früheren OB Hoffmann nicht ersetzt wurden sowie der Baumverluste in der Innenstadt im gleichen Zeitraum und weiterer Baumverluste durch die Orkane Friederike und Herborth können wir nicht verstehen, warum die Stadt ihre knappen Ressourcen nicht ausschließlich in schnelle und nachhaltige Wiederaufforstungen investiert. Nicht einmal die beiden letztes Jahr bewilligten millionenschweren Förderprogramme reichen aus, diese gewaltigen Verluste zu kompensieren. Wir halten es für eine große Verschwendung von Haushaltsmitteln, 390.000 € dafür auszugeben, Bäume zu fällen, durch kleinere Bäume zu ersetzen und einen intakten Mittelstreifen zu erneuern. Wir wünschen uns, dass das Geld komplett in Neupflanzungen investiert wird!“

 

Sabine Sambou von der BI schlägt vor: „Anstatt die großen Bäume mit Ihrer immensen Wohlfahrtswirkung für die Luft und das Stadtklima zu fällen, sollten zunächst einmal die 27 vorhandenen Lücken neu bepflanzt werden, gerne auch mit Linden. Es wird sicher möglich sein, dass diese im Schatten der anderen Bäume wachsen, denn die anderen nachgepflanzten Bäume wachsen dort ja auch! Die Wachstumsbedingungen sind sogar gut, denn der vorhandene Silberahorn gilt laut der von der Stadt zitierten GALK-Liste als stark lichtdurchlässig und die Linde als Viertelschattenbaum. Wenn dann wirklich alle paar Jahre ein Baum aus Gründen der Verkehrssicherung gefällt werden muss, kann dort auch jeweils eine Linde nachgepflanzt werden. Dieses Vorgehen hätte den Vorteil, dass die Jasperallee niemals so kahl und scheußlich aussehen würde, wie das leider jetzt für die nächsten Jahrzehnte in der Adolfstraße der Fall ist!“

 

Ein Wechsel der Baumsorte aus historischen Gründen kann jedenfalls kein Argument dafür sein, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger noch mehr zu beeinträchtigen, als das jetzt schon der Fall ist. Die EU mahnt Deutschland ja nicht zu unrecht an, umgehend etwas für weniger giftige Luft in den Städten zu tun“, ergänzt Edmund Schultz. 

Nachtrag: Mittlerweile ist die Verwaltung ein wenig zurück gerudert. Es sei nun auch die Möglichkeit vorstellbar, die Silberahorne stehen zu lassen und nur die fehlenden Bäume mit Linden zu ersetzen. Der Rat der Stadt soll darüber entscheiden, ein genaues Datum wurde noch nicht bekannt gegeben.

Es ist wichtig, dass weiterhin klar ist: sehr viele Bürgerinnen und Bürger wollen die alten Bäume soweit irgend möglich erhalten! Die Baumgutachten, die den Zustand jedes einzelnen Baumes belegen, sollten der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Kein Kahlschlag der Jasperallee!

Die BBG zerstört Gärten und Bäume in der Schuntersiedlung!

Die Braunschweiger Baugenossenschaft (BBG) zerstört und planiert zur Zeit viele alte Bäume und gewachsene Gärten in der Schuntersiedlung

Die Bilder sind aus der Simonstraße, die aktuell am schlimmsten betroffen ist. Es sind jedoch weitere Maßnahmen in Nachbarstraßen zu befürchten.

Durch diese Maßnahmen und die anschließende Sanierung geht nicht nur jede Menge wertvoller, gewachsener Stadtnatur verloren, sondern auch günstiger Wohnraum.

 

Bitte schreibt Protestmails an die BBG (gerne auch mit cc an uns) und fordert sie auf, die Zerstörungen umgehend zu stoppen!

 

Schreibt an:

welcome @baugenossenschaft.de

dsievers@baugenossenschaft.de

beigert@baugenossenschaft.de



Kahlschlag in der Zeppelinstraße dank Proteste vorerst gestoppt!

2018 sollten die Zeppelinstraße und die Zimmerstraße erneuert werden. Dort stehen große, schöne Bäume, die den Straßen Charakter und Charme verleihen. Wir machen uns große Sorgen um den Schutz dieser wertvollen Bäume.

Die Stadt hat die Hauseigentümer bereits informiert, dass man "aus Erfahrung wüsste, dass die Bäume einer solchen Maßnahme in der Regel nicht standhielten..."

Die Adolfstraße bietet ein abschreckendes Beispiel, dort wurde letztes Jahr der gesamte alte Baumbestand gefällt. Das darf in der Zimmer- und in der Zeppelinstraße nicht passieren! 

Hier geht es zu einem Interview auf Radio Okerwelle mit Edmund Schultz zu dem Thema.

 

Update 31.01.2018: Auf der Bezirkrsratssitzung waren in der Einwohnerfragestunde zahlreiche AnwohnerInnen der Zeppelinstraße anwesend, um den Bezirksrat dazu aufzufordern, die Notwendigkeit der Komplettsanierung bzw. die Möglichkeit einer sanften, baumerhaltenden  Sanierung zu untersuchen. Es wurde zugesichert, dass 2018 nun keine Baumaßnahme stattfindet. Sollte später doch eine Sanierung durchgeführt werden, sollen im Vorfeld Infoveranstaltungen stattfinden.

Die Sanierung und die damit verbundene Fällung der Bäume in der Zimmerstraße wurde jedoch beschlossen. Alle Bezirksratsmitglieder - bis auf zwei Enthaltungen - sprachen sich leider dafür aus.

 

Update 15.01.2018: Der Kahlschlag in der Zeppelinstraße ist durch den entschiedenen Protest der Anwohnerinnen vorerst gestoppt!

 

Der Bezirksrat wird auf der Sitzung am 31.1. nicht, wie ursprünglich geplant, über die Sanierungsmaßnahme abstimmen.

 

Wir freuen und sehr über diesen Erfolg.

 

Es gibt alternative Vorschläge, wie eine Sanierung durchgeführt werden kann, ohne die Bäume zu vernichten. 

 

Wir hoffen, dass die Stadt nun alle Anstrengungen unternimmt, um die Bäume und den Charme der Straße zu erhalten.

 

 

 

Offener Brief der BI Baumschutz an den Oberbürgermeister Herrn Markurth, Ratsmitglieder und Verwaltung zur geplanten Sanierung der Zeppelin- und der Zimmerstraße

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,

 

die Bürgerinitiative Baumschutz Braunschweig appelliert an die Stadtverwaltung und die Politikerinnen und Politiker der Stadt Braunschweig, sich für den Erhalt der Bäume in der Zeppelinstraße und in der Zimmerstraße einzusetzen.

 

Die Stadt selbst spricht von notwendigem Stadtgrün, veranstaltet den Tag des Baumes, den Langen Tag der Stadt-Natur und ist Mitglied im Klima-Bündnis der europäischen Städte. Auch deshalb erwarten wir von der Stadt ein entsprechend konsequentes und umsichtiges Handeln zum Erhalt unserer wertvollen Stadtbäume.

 

Stets sollten alternative baumerhaltende Methoden gesucht und bevorzugt werden, denn neu gepflanzte Bäume brauchen vierzig bis hundert Jahre, ehe sie so viel Sauerstoff produzieren können, wie uns die großen Stadtbäume jetzt geben.

 

 Bei notwendigen Straßenarbeiten sollte der Schutz der vorhandenen Bäume immer oberste Priorität haben.


Für das Braunschweiger Stadtbild ist es wichtig, Altes, Gewohntes, Traditionelles und Vertrautes bestehen zu lassen. Gerade der Charakter der Zeppelinstraße mit ihren dichten Baumkronen ist, - so wie sie jetzt ist, - kennzeichnend und prägend für das spezielle Viertel im östlichen Ringgebiet.

 

Die beruhigende und positive Wirkung der Bäume ist bei unserer stressigen Lebensweise ein Gesundheitsfaktor, der nicht unterschätzt werden sollte: Lärmschutz, Kühlung und Schatten im Sommer, Regenwasser- und Luftfeuchtigkeitsregulierung, Lebensraum für Singvögel, Fledermäuse und andere Tiere, Blätterrauschen, CO2-Umwandlung in Sauerstoff (= Klimaschutz!), Schadstoffabbau u. v. A. m.

 

Zur Zeppelinstraße erhalten Sie anbei unser Schreiben an die Bezirksratsmitglieder.

 

Bei der Zimmerstraße (östliche Seite) wünschen wir uns, gemeinsam mit vielen Anwohner/innen, dass die Sanierung sich nach den vorgestellten Plänen auf den Teil vom südlichen Bordstein bis zu den nördlichen Grundstücksgrenzen einschließlich der neu geplanten Einmündung zum Hagenring beschränkt, da eine Notwendigkeit zur Sanierung von Leitungen nach den bisherigen Informationen nicht gegeben ist. So würden die sechs Kirschbäume erhalten bleiben, die Straßenoberfläche, die Einmündung zum Hagenring und der nördliche Gehweg wären erneuert und es gäbe fünf neue Bäume. Es sollte geprüft werden, ob auch sechs Bäume neu gepflanzt werden könnten (= Ersatz 1:1). Wenn dann in hoffentlich ferner der Zukunft die Leitungen unter dem südlichen Gehweg erneuert werden müssten, was den Tod der sechs Kirschbäume bedeuten würde, hätten die jungen kleinen Bäume auf der Nordseite wenigstens schon einige Jahre zum Wachsen gehabt!

 

Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit und verbleiben

 

mit freundlichen Grüßen

 

Renate Rosenbaum,

 Sabine Sambou u.

 Edmund Schultz

 

Bürgerinitiative Baumschutz Braunschweig